Hochzeitsfotoidee: Braut und Bräutigam stehen zwischen einem Pool und der toskanischen Landschaft

Checkliste: 10 (etwas andere) Tipps für unvergessliche Hochzeitsfotos

10/10/2019

Damit die schönsten Momente eurer Hochzeit noch ein bisschen schöner werden, habe ich euch 10 Tipps für unvergessliche Hochzeitsfotos zusammengestellt (+ 2 Bonustipps von der Hochzeitsfotografin):

1. Getting Ready

Wenn euer Hochzeitsfotograf bereits beim sogenannten „Getting ready“ – den Styling-Vorbereitungen vor der Trauung – fotografiert, wäre es gut, wenn ihr bevor ihr das Brautkleid anhabt, etwas Helles tragt. Ideal sind eine weiße Bluse oder ein Top, was sich leicht über den Kopf ziehen lässt, um die Frisur später nicht zu zerstören (ein Bademantel geht natürlich auch). Am besten geeignet sind Oberteile ohne Muster und nicht zu grelle Farben und kein Schwarz. Das gleiche gilt natürlich auch für eure Trauzeugen oder Freunde, wenn sie vorher schon vor Ort sind. Gut ist auch, wenn sich eure „Helfer“ zeitlich vor euch umziehen, dann haben sie schon ihre schönen Kleider auf den Fotos an, wenn ihr ins Kleid bzw. den Anzug steigt.
Ihr denkt sicher: Der ganze Tag ist so lang und wir haben Zeit genug. Aber glaubt mir, kaum dreht man sich um, ist es auch schon wieder vorbei! Daher ist es super wichtig, genügend Zeit für das Getting Ready einzuplanen, damit der Tag nicht schon stressig beginnt. Es ist zum Beispiel gut, der Visagistin zu sagen, dass sie eine halbe Stunde vor der Abfahrt fertig sein sollte. Dann kann man zum Einen die Zeit super für letzte Portraits nutzen (da sitzt das Makeup auch perfekt) und zum Anderen ist es schöner in Ruhe
loszufahren und vielleicht noch mal mit den Mädels oder Jungs anzustoßen. Und nicht nachher noch im Stress die Ringe zu vergessen. Ist alles schon passiert. :)

 

2. Details

Wenn ihr beim „Getting ready“ alle Details zum Fotografieren bereits raus legt, ist der Hochzeitsfotograf schneller mit dem Fotografieren und kann kleine Pausen sinnvoll nutzen. Zu den Details zählen Brautkleid, Schuhe, Trauringe, Schmuck, Blumen, Anstecker etc. Bringt auch gerne einen Satz von eurer gesamten Hochzeitspapeterie mit. So kann man Save the Date-Karte, Einladung, Tischkarten etc. gut für ein gemeinsames Bild arrangieren. Außerdem sollte der Fotograf die Möglichkeit bekommen, in Ruhe die Hochzeitstorte und die Dekoration zu fotografieren. Perfekt ist, wenn der Fotograf schon einmal vor den Gästen in die fertig dekorierte Location kann.

 

3. First Look

Viele Paare lieben den Moment, wenn sie sich das erste Mal vor dem Traualtar sehen. Andere Paare möchten gerne zusammen zum Altar schreiten und sehen sich dementsprechend bereits vor der Kirche oder bevor sie ins Auto zur Kirche steigen. Hier möchte ich euch sogenannte „First Look“-Fotos vorschlagen. Mit dem Hochzeitsfotograf überlegt ihr euch gemeinsam einen schönen Ort und macht dort unvergessliche Bilder von dem Moment, an dem ihr euch das erste Mal seht.

 

4. Langsam Laufen und auf den Pfarrer achten

Man kann es gar nicht oft genug sagen. Je langsamer ihr auf dem Weg zur Trauung lauft, desto mehr schöne Bilder kann der Hochzeitsfotograf von euch machen. Natürlich ist es schwer bei der ganzen Vorfreude und Aufregung daran zu denken – deshalb sagt es am besten auch demjenigen, der euch dorthin begleitet. Das Mantra lautet: Langsame Schritte, nicht auf den Boden schauen und den Fotografen einfach nicht beachten (auch nicht in die Kamera schauen). Er schwirrt um euch herum; am besten vergesst ihr ihn einfach. Schaut zu euren Gästen oder zu eurem Liebsten/eurer Liebsten!
Oft schreitet der Pfarrer vor euch in die Kirche und geht auch beim Auszug wieder voran. Da solltet ihr darauf achten, genügend Abstand zu halten, damit der Pfarrer euch auf den Bildern nicht verdeckt. Das Gleiche gilt auch für die Blumenkinder und deren Eltern. Am Besten ist es, wenn ihr das bei eurem Vorgespräch mit dem Pfarrer oder eurer Probe mit den Beteiligten kurz besprecht.
Super wäre es auch, wenn ihr den Pfarrer oder Trauredner bittet, bei dem Hochzeitskuss nach dem Ja-Wort kurz zur Seite zu treten, damit er auf den Bildern nicht hinter euch zu sehen ist.

5. Vieeel Werfen!

Wenn eure Freunde vor dem Standesamt oder der Kirche Streudeko werfen möchten, sagt unbedingt „Ja“ dazu und gebt ihnen den Tipp, besonders viel Material mitzubringen. Eine Handvoll Konfetti ist schön, aber auch ganz schnell wieder weg. Für Blumenblätter, Reis, Konfetti oder Seifenblasen gilt:
Viel hilft viel!

 

6. Platz im Auto

Falls ihr nach der Trauung noch einmal die Location wechselt, könnt ihr euch überlegen, ob es einen Platz für den Hochzeitsfotografen in eurem Auto gibt. Dann kann er oder sie während der Fahrt Bilder von euch machen, während der Assistent das Auto zur Location fährt.

 

7. Blumenanstecker

Oft (gerade im Sommer) hält der schöne Blumenanstecker des Bräutigams nicht den ganzen Tag durch. Damit die Blumen nicht beim Paarshooting die Köpfe hängen lassen wäre es super, wenn ihr noch einen zweiten Anstecker beim Floristen bestellt und als Reserve in der Location für das gemeinsame Paarshooting deponiert.

 

8. Bring a friend

Obwohl Hochzeitsfotografen meistens einen Assistenten dabei habe, ist es schön, wenn euch noch jemand von euren Freunden beim Paarshooting begleitet. Erstens kann man immer jemanden brauchen, der schnell ein Auto parkt, einen Parkplatz sucht oder eine Tasche hält. Und zweitens ist es toll, wenn ihr beim Fotoshooting eine euch vertraute Person anschauen könnt, da der Fotograf immer hinter der großen schwarzen Kamera verschwunden ist. Meistens empfiehlt es sich, nicht die Trauzeugen zu fragen, weil sie oft andere Dinge zu organisieren haben, ebenso wie Mütter und Väter, die mit der Familie zu tun haben. Bringt jemanden, der euch zum Lachen bringen kann.

 

9. Die beste Uhrzeit

Wenn ihr das Glück habt, einen sonnigen Tag zu erwischen, ist die schönste Uhrzeit für tolle Bilder kurz vor Sonnenuntergang. Die Sonnenuntergangszeit lässt sich bereits einige Tage vorher genau im Internet recherchieren. Diese ist oft kurz vor oder nach dem Abendessen. Es wäre super, wenn ihr zu diesem Zeitpunkt noch einmal eine halbe Stunde für Paarbilder einplant.

 

10. Wer ist besonders wichtig

Oder: Nicht jeder bekommt sein Foto.
Ihr kennt eure Gäste sehr gut, euer Hochzeitsfotograf oder eure Hochzeitsfotografin trifft fast alle zum ersten Mal. Da passiert es sehr oft, dass nicht alle Gäste am Ende des Tages auf den Bildern zu sehen sein werden. Weil es primär darum geht, die Stimmung eures Hochzeitstages festzuhalten und der Fotograf im Laufe des Tages häufig den Überblick verliert, wen er schon fotografiert hat, versteht ihr hoffentlich, dass ihr viele Gästebilder bekommen werdet, aber nicht alle Gäste darauf zu sehen sein werden. Ihr könnt euren Gästen gerne sagen, dass sie den Fotografen jederzeit ansprechen können, wenn sie ein Bild von sich mit Partner oder Familie haben möchten. Das ist gar kein Problem. Wenn ihr ein Photo Booth (Fotobox mit Selbstauslöser) habt, haben die Gäste natürlich auch hier die Gelegenheit, sich in allen möglichen Varianten und Gruppenkonstellationen ablichten zu lassen. Schreibt doch zum Beispiel in einer Liste auf, welche Gruppenbilder ihr euch wünscht und welche eurer Gäste besonders wichtig sind. Falls jemand eher geht – zum Beispiel die ältere Oma – und ihr unbedingt ein Bild mit ihr möchtet, tragt das bitte dort ein. Dann haben Hochzeitsfotograf / Hochzeitsfotografin das im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Zettel und ihr aus dem Kopf. Grundsätzlich empfiehlt sich: Überlegt euch nicht zu viele Gruppenbilder, ansonsten bekommt ihr spätestens beim sechsten Bild schlechte Laune oder ein unentspanntes Dauerlächeln, weil ihr am liebsten zu euren Gästen zurück möchtet.

 

Bonustipp 1: Regen

Falls das Wetter nicht so gut sein sollte, müsst ihr keine Angst haben, dass die Hochzeitsfotos ins Wasser fallen. Es gibt immer eine Zeit während des Tages, an der es nicht regnet! Schnee kann man zum Beispiel auch wunderbar in die Bilder einbauen. Am besten denkt ihr sicherheitshalber an große weiße Regenschirme und evtl. eine Decke oder eine Plastiktüte in einer hellen Farbe. Dann könnt ihr euch trotzdem entspannt draußen hinsetzen ohne gleich Anzug und Brautkleid zu ruinieren.

 

Bonustipp 2: Sich komisch fühlen ist normal

Fast alle Paare sagen von sich, dass sie nicht gerne fotografiert werden. Das ist völlig normal. Der
Gedanke an das Paarshooting sollte euch aber auf keinen Fall Angst machen. Ihr seid so, wie ihr seid und genau deshalb habt ihr euch ja auch ineinander verliebt. Natürlich ist es eine sehr außergewöhnliche Situation den ganzen Tag von einer Kamera begleitet zu werden, aber ich kann euch aus Erfahrung sagen, dass ihr den Hochzeitsfotografen allerspätestens nach der Trauung vergessen habt. Es ist auch absolut natürlich, sich „komisch“ zu fühlen, wenn man fotografiert wird. Wie sollte das auch nicht so sein – schließlich wird man ja nicht jeden Tag von einem Fotografen begleitet. Daher ist mein Ratschlag: Akzeptiert einfach, dass ihr euch während des Shootings komisch fühlen werdet. Denn sobald ihr dieses
Gefühl akzeptiert, ist es einfacher damit umzugehen und beim Shooting loszulassen und Spaß zu haben.